Tipps zur Computersicherheit

  1. Software auf aktuellem Stand halten
  2. Aktuellen Virenscanner verwenden
  3. Daten mit einer Firewall schützen
  4. Sichere Passworte verwenden und sicher speichern
  5. Nicht mit Administratorrechten arbeiten
  6. Vorsicht bei unbekannten E-Mail-Anhängen
  7. „Böse Seiten“ meiden
  8. Daten regelmäßig sichern
  9. Sensible Daten durch Verschlüsselung schützen
  10. Sensible Informationen nicht leichtfertig preisgeben
  11. Aufmerksam, kritisch und informiert bleiben

1. Software stets auf aktuellem Stand halten

Betriebssysteme und Anwendungen weisen immer wieder Sicherheitslücken und Schwachstellen auf, die die Sicherheit Ihres Computers gefährden. Installieren Sie regelmäßig die Sicherheits-Updates, Patches und Service Packs der HerstellerInnen, um Schwachstellen zu beseitigen.

2. Aktuellen Virenscanner verwenden

Ein aktueller Virenscanner gehört zum Basisschutz eines jeden Computers!
Achten Sie darauf, dass Ihr Virenschutz aktiviert ist und auf dem aktuellen Stand gehalten wird.

TIPP:  Die wichtigste Fähigkeit eines Virenschutz-Programms ist die Erkennungsleistung von Viren. Doch nicht jede Virenschutz-Lösung schützt gleich gut. Leider bestehen zwischen den lizenzpflichtigen und den Gratis-Versionen doch große Unterschie – der Kauf eines professionellen Sicherheitssystems zahlt sich aus.

Gute Sicherheits-Suiten (sie enthalten auch gute Firewalls und andere Sicherheits-Programme) sind laut diverser Tests 2016:

  • Kaspersky Internet Security Multi-Device
  • Norton Security Deluxe
  • Bitdefender Family Pack

3. Daten mit einer Firewall schützen

Eine Firewall schützt Ihren Computer vor unberechtigten Zugriffen aus dem Internet bzw. aus einem Netzwerk, in dem Sie arbeiten. Stellen Sie sicher, dass eine lokale Software-Firewall installiert und aktiviert ist, wenn Sie mit Ihrem Computer im Internet oder einem Netzwerk arbeiten. Windows, Linux und Mac OS X bieten Ihnen bereits eine integrierte Firewall für einen Basisschutz an.

ACHTUNG! Niemals ohne Firewall ins Netz!

4. Sichere Passworte verwenden und sicher speichern

Einfache und kurze Passworte sind leicht zu merken – aber sie sind keineswegs sicher! Für eine ausreichende Passwortsicherheit beachten Sie bitte die folgenden Punkte:

  • Nutzen Sie mindestens zehn Zeichen mit Ziffern, Buchstaben und/oder Sonderzeichen.
  • Verwenden Sie keine Trivialpassworte wie Namen, Geburtstage oder Wörter, die in Wörterbüchern stehen.
  • Benutzen Sie unterschiedliche Passworte für unterschiedliche Bereiche (Universität, Internet-Shopping, soziale Netzwerke etc.).
  • Behandeln Sie Ihr Passwort wie die PIN Ihrer Bankkarte. Geben Sie es nicht weiter, auch nicht wenn Sie dazu aufgefordert werden. Das IT-Personal der Universität wird Sie nie um die Herausgabe Ihres Passwortes bitten.
  • Notieren Sie Passworte niemals sichtbar, wechseln Sie es regelmäßig und speichern Sie es wenn überhaupt nur geschützt auf Ihrem Computer ab. Nutzen Sie dazu am besten bewährte Passwort-Tresore wie beispielsweise KeePass oder PasswordSafe.

TIPP: Nutzen Sie Passwort-Phrasen, um sich sichere Passwörter einfach zu merken.

Beispiel-Phrase: “Im Augarten kann man zu jeder Jahreszeit viele Vögel beobachten!“

Die Anfangsbuchstaben des Satzes ergeben das Passwort „1AkmzjJvVb!“ (ohne Hochkommata). In diesem Fall wird das Wort “in” durch eine Zahl ersetzt.

5. Möglichst nicht mit Administratorrechten arbeiten

Wenn Sie mit Administratorrechten auf ihrem Computer arbeiten, haben auch Schadprogramme uneingeschränkten Zugriff auf Ihr System – und können erst so Ihre volle Wirkung entfalten. Arbeiten Sie im Alltag mit einem Benutzer-Konto mit eingeschränkten Rechten. Administratorrechte sind nur notwendig, um z.B. Änderungen an der Konfiguration vorzunehmen.

6. Vorsicht bei unbekannten E-Mail-Anhängen

Eine große Anzahl von “Malware” (schädliche Software wie Viren, Würmer oder Trojaner) verbreitet sich per E-Mail. Öffnen Sie niemals unbekannte E-Mail-Anhänge! Auch nicht, wenn Sie den Absender kennen. Der Absender-Computer könnte von einem Virus infiziert worden sein und unbemerkt schädliche E-Mails versenden.

Jeder Anhang den Sie öffnen, egal, wie vertrauenswürdig er erscheint, kann die Sicherheit Ihres Computers gefährden.

TIPP: E-Mail-Anhänge besser einmal zuwenig als einmal zuviel öffnen!

7. „Böse Seiten“ meiden

Meiden Sie illegale Peer-to-Peer (P2P) Filesharing-, und Streamingseiten. Solche Internetseiten sind sehr oft mit Viren, Spyware, Würmern und Trojanern infiziert.

8. Regelmäßig Daten sichern

Eine regelmäßige Sicherung (“Backup”) Ihrer wichtigen Daten schützt diese vor Verlust. Die meisten Betriebssysteme (Windows, Linux, Mac OS X) bieten Ihnen bereits integrierte Funktionen für eine einfache Datensicherung an.

TIPP: Sichern Sie Ihre Daten rechtzeitig und regelmäßig gegen Verlust!

9. Sensible Daten durch Verschlüsselung schützen

Sichern Sie Ihre vertraulichen Daten gegen einen unberechtigten Zugriff durch Dritte indem Sie diese verschlüsseln. Aktuelle Betriebssysteme (Windows, Linux, Mac OS X) bieten Ihnen dazu bereits integrierte Mechanismen an. Alternativ kann auch kostenlose und quelloffene Software genutzt werden.

ACHTUNG! Vergessen Sie im Gegenzug nicht, Passwörter für verschlüsselte Daten sicher zu hinterlegen. Gehen diese Passwörter verloren, sind die Daten für Sie unbenutzbar!

10. Sensible Informationen nicht leichtfertig preisgeben

Werden Sie hellhörig, wenn Sie um die Herausgabe von vertraulichen Informationen wie z.B. Ihrem Passwort gebeten werden – auch wenn ein anscheinend plausibler Grund genannt wird!

ACHTUNG! Sensible oder persönliche Informationen niemals an unbekannte Personen herausgeben!

11. Kritisch, aufmerksam und informiert bleiben

Sicherheit ist kein Produkt, das man kaufen, installieren und vergessen kann. Ein aktuelles System mit Virenscanner und Firewall bietet nur einen technischen Basisschutz.

Bleiben Sie aufmerksam, kritisch und informiert, wenn es um die Sicherheit Ihres Computers geht. Gedankenlosigkeit oder Vertrauensseligkeit hebeln jeden technischen Schutz aus…!